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Kauder besucht Endoskopiespezialist KARL STORZ

28.07.2010 | Unternehmen

Wie in jedem Jahr nutzt Volker Kauder, MdB, seine Berliner Sommerpause, um Menschen und Betriebe im Wahlkreis Tuttlingen zu besuchen. So besuchte er im Rahmen seiner diesjährigen Sommertour am Dienstag die KARL STORZ GmbH Co. KG in Tuttlingen. Bei Kauders Besuch stand insbesondere das Thema Lehrlingsausbildung im Fokus.

Die Geschäftsleitung, Dr. h. c. mult. Sybill Storz und Karl-Christian Storz, freuten sich Volker Kauder gemeinsam mit Vertretern des CDU Kreisverbands Tuttlingen begrüßen zu dürfen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte ein Ausflug in die modernsten Bereiche der Medizintechnik. Einleitend wurde Kauder und seiner Delegation der KARL STORZ Urologiesimulator vorgestellt, an dem zukünftige Chirurgen virtuell ihre endoskopischen Fertigkeiten trainieren können, um später Patienten noch routinierter und sicherer zu operieren. Im Anschluss folgte die Präsentation des Operationssaalkonzeptes OR1™. Anschaulich wurde erklärt, dass KARL STORZ sich bereits vor ca. 15 Jahren zukunftsweisend dafür entschieden hat, die eigenen Kernkompetenzen, die vor allem in Bereich Endoskope, Instrumente und Geräte lag, konsequent zur Schaffung chirurgischer Arbeitsplätze auszubauen, an denen der Arzt effizient, ergonomisch und sicher arbeiten kann. Wie dieses Arbeiten im modernen KARL STORZ Operationssaal von statten geht, wurde mit einer Live-Schaltung in eine zeitgleich laufende Operation in der Berliner MIC-Klinik veranschaulicht. Der Operateur Dr. Bojahr, der per Live-Schaltung den Besuchern Einblick in eine gynäkologische Operation bot, betonte das große Potenzial der KARL STORZ Telemedizin, die unter anderem sehr sinnvoll für die Ausbildung von Studenten und Assistenzärzten genutzt werden kann. Ebenfalls interessierte sich Volker Kauder sehr für die neuesten Weiterentwicklungen des KARL STORZ OR1™ hin zur Prozessunterstützung im Bereich des Operationsmanagements. Durch diese neuen Ansätze und Systeme möchte KARL STORZ die Kliniken dabei unterstützen, durch moderne Medizintechnik und Prozesseffizienz Einsparpotenzialen für das Gesundheitswesen realisieren zu können.

Bevor sich die Besuchergruppe dem Thema „Ausbildung in gewerblichen Berufen“ widmete, führte Frau Dr. Storz durch die nun über sechs Jahrzehnte reichende Produkthistorie und verwies auch darauf, dass Fortschritt immer nur dann erreicht werden kann, wenn man sich besonders anstrengt und langfristig denkt. In diesem Zusammenhang verwies Sybill Storz auch auf externe Störfeuer in Form von Plagiaten, mit denen sich der Marktführer KARL STORZ immer wieder auseinandersetzen muss.

Im Produktionsgebäude wurde Kauder und seine Gäste durch die verschiedenen Lehrwerkstätten des Unternehmens geführt, in denen junge Erwachsene in den Bereichen Mechanik, Elektronik und Optik ausgebildet werden. Die Auszubildenden präsentierten der Besuchergruppe die verschiedene Lehrberufe und zeigten in praktischen Demonstrationen, wie sie sukzessive ihren Beruf bzw. ihr Handwerk erlernen.

Dass in der modernen Ausbildung nicht nur handwerkliche oder praktische Fähigkeiten gefragt sind, veranschaulichte eine Ausbildungsgruppe von Technischen Zeichnern mit der Vorstellung eines berufsübergreifenden Ausbildungsprojekts, an dem Auszubildende aus allen Bereichen mitgewirkt haben. Das Unternehmen zeigte somit, dass heutzutage Projektabwicklung und abteilungsübergreifende Kommunikation sowie Kooperation als wichtige Erfolgsfaktoren identifiziert wurden und somit vor allem auch bei Auszubildenden gezielt gefördert werden. Das Ergebnis des vorgestellten Projekts war die Entwicklung und Fertigung eines Schlüsselanhängers in Endoskopform mit eingebauter LED-Leuchte. Volker Kauder nahm sich viel Zeit für das persönliche Gespräch mit den Auszubildenden und Ausbildern und zeigte sich beeindruckt von den bereits hohen Fachkompetenz, Motivation und Selbstbewusstsein der Auszubildenden. Ebenfalls freute er sich, über die vielen weiblichen Auszubildenden, die sich für zukunftsfähige, technische Berufe entschieden haben. Schmunzelnd verwies Volker Kauder auch darauf, dass sich manch Berufspolitiker von den professionell vorbereiteten und gut vorgetragenen Präsentationen der Auszubildenden etwas abschauen könnte. „Bei diesen Auszubildenden muss man sich keine Sorge um die Zukunft des Hauses KARL STORZ machen.“, so lautete das Resümee von Volker Kauder zu dieser Besichtigung.

Im Verlauf des Besuches lobte Kauder des Weiteren die Tugenden des Familienunternehmens – die Innovationsführerschaft einerseits, aber auch die soziale Kompetenz andererseits, die KARL STORZ als begehrten Arbeitgeber auszeichneten. Frau Dr. Storz verwies darauf, dass ihr Vater und Firmengründer die Endoskopie bereits früh nach Tuttlingen gebracht hatte und somit die Weichen für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gelegt hat. „KARL STORZ hat sich über Jahrzehnte eine Führungsposition in der Endoskopie erarbeitet und wird auch in der Zukunft diese Führungsrolle verteidigen.“ so Sybill Storz zur strategischen Positionierung des Unternehmens. Diese zukunftsträchtige Ausrichtung unterstrich die Unternehmerin auch mit der Vorstellung verschiedener Bauprojekte in und rund um Tuttlingen, die weiterhin die Zentralisierung von Produktionskompetenz, Erweiterung der Logistik, die Schaffung eines neues Besucherzentrums sowie eines KARL STORZ Museums zum Ziel haben.