Navigation

Stage

Highlights

Fluorescence Imaging

Die NIR/ICG-Fluoreszenzbildgebung mit der modularen Systemlösung von KARL STORZ

Mithilfe des Fluoreszenzfarbstoffs Indocyaningrün (ICG)* und Licht im nahen Infrarotbereich (NIR) bietet KARL STORZ mit dem NIR/ICG-System eine brillante, laserfreie FULL-HD-Bildgebung zur Darstellung des Blut-, Gallen-, und Lymphsystems. Die Basis des NIR/ICG-Systems stellt die IMAGE1 S Kameraplattform dar.

  • NEU: 5-mm-Optik erhältlich!
  • Multidisziplinärer Einsatz, z. B. in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Gynäkologie, Urologie und in der rekonstruktiven Chirurgie
  • Xenon-basierende Technologie (keine Laserschutzmaßnahmen erforderlich)
  • Optimale Ausleuchtung und Kontrastanhebung
  • All-in-One-Lösung für die laparoskopische und offene Chirurgie (VITOM® II ICG)
  • Hervorragende Benutzerfreundlichkeit


*Bitte überprüfen Sie, inwieweit der Fluoreszenzfarbstoff Indocyaningrün für das jeweilige Indikationsgebiet in Ihrem Land zugelassen ist.

Perfusionsbeurteilung eines Dickdarmabschnitts bei einem Darmkrebs-Patienten
Perfusionsbeurteilung eines Dickdarmabschnitts bei einem Darmkrebs-Patienten – Quelle: Prof. Luigi Boni, University of Insubria, Varese, Italien

Die Beurteilung der Durchblutung in unterschiedlichen medizinischen Disziplinen spielt häufig eine wichtige Rolle. Mit dem NIR/ICG-System und der Gabe von ICG ist es möglich, eine einfache Identifikation ischämischer Bereiche vorzunehmen. Dadurch kann aktiv intraoperativ gehandelt und die Operationszeit verkürzt werden.

  • Schnelle Beurteilung der Durchblutung einer geplanten Resektionszone sowie der anschließenden Anastomose, wie z. B. Kolonanastomosen1, Ösophagus-Anastomosen, Magenbypass-Anastomosen2
  • Beurteilung der Durchblutung bei Lappenplastiken
  • Visualisierung der Lebersegmente
     

1 Koh et al., Fluorescent Angiography Used to Evaluate the Perfusion Status of Anastomosis in Laparoscopic Anterior Resection, 2016
2 Boni et al., Clinical Applications of Indocyanine Green (ICG) enhanced Fluorescence in Laparoscopic Surgery, 2015

Fluoreszenz-Cholangiografie während einer Cholezystektomie
Fluoreszenz-Cholangiografie während einer Cholezystektomie – Quelle: Prof. Luigi Boni, University of Insubria, Varese, Italien

Naturgemäß sammelt sich das ICG nach intravenöser Gabe in der Gallenblase und in den Gallengängen an. Dadurch kann die Anatomie der Galle und der Gallengänge schnell und sicher identifiziert werden. Mithilfe des intuitiven Wechsels zwischen Weißlicht und der Fluoreszenzbildgebung können Cholezystektomien schnell und sicherer durchgeführt werden.

  • Erlaubt eine sichere Unterscheidung von Ductus Cysticus und Ductus Choledochus5
  • Darstellung von intraoperativen Leckagen mit ICG
  • Verkürzte Operationszeiten mit ICG im Vergleich zur Standard-Cholangiographie6


5 Boni et al., Arztanleitung ENDO-PRESS, NIR/ICG-Fluoreszenzbildgebung in der laparoskopischen Chirurgie,
(ISBN 978-3-89756-933-1)

6 Dip et al., Cost analysis and effectiveness comparing the routine use of intraoperative fluorescent cholangiography with fluoroscopic cholangiogram in patients undergoing laparoscopic cholecystectomy, 2014

Laparoskopische Kolektomie des Colon transversum mit fluoreszenzgestützter Lymphadenektomie
Laparoskopische Kolektomie des Colon transversum mit fluoreszenzgestützter Lymphadenektomie – Quelle: Prof. Luigi Boni, University of Insubria, Varese, Italien

Die Visualisierung des lymphatischen Systems7 ist in vielen medizinischen Disziplinen sehr hilfreich. Mit der NIR/ICG-Bildgebung ist es möglich, das gesamte Lymphsystem um den Tumor in Echtzeit nicht-radioaktiv darzustellen8.

  • Nicht-radioaktive Lymphknoten-Visualisierungsmethode
  • Im Vergleich zu etablierten Methoden der Lymphknotendarstellung werden hohe Trefferraten erzielt9
  • Multidisziplinärer Einsatz zum Beispiel in der Gynäkologie, Urologie und Allgemeinchirurgie


7 Die (S)LN mittels interdermaler Gabe von ICG ist bereits in Italien (Brustkrebs), Japan und Russland zugelassen. Bitte informieren Sie sich vorab über die Möglichkeiten eines Off-Label-Gebrauchs von ICG in Ihrem Krankenhaus/Land.

8 Papadia et al., Arztanleitung ENDO-PRESS, Sentinel-Lymphknotenmapping mit NIR/ICG-Fluoreszenzbildgebung bei malignen Tumoren in der Gynäkologie (ISBN 978-3-89756-931-7)

9 Imboden et al., A Comparison of Radiocolloid and Indocyanine Green Fluorescence Imaging, Sentinel Lymph Node Mapping in Patients with Cervical Cancer Undergoing Laparoscopic Surgery, 2015

Endoskopische Kolonanastomose – Quelle: Prof. Luigi Boni, University of Insubria, Varese, Italien (Endoskopisches Bild)
Endoskopische Kolonanastomose – Quelle: Prof. Luigi Boni, University of Insubria, Varese, Italien (Endoskopisches Bild)

Das KARL STORZ Nahinfrarot (NIR/ICG)-System bietet die Möglichkeit, die Durchblutung des Kolonabschnitts zu überprüfen. Chirurgen aus dem Bereich der Laparoskopie ist es nicht möglich, die Anastomose mithilfe der Palpation zu kontrollieren, jedoch ist eine visuelle Kontrolle möglich. Hierfür stellt die NIR/ICG-Fluoreszenzangiographie eine intraoperative Echtzeitlösung bereit.

Die NIR/ICG-Fluoreszenzangiographie ist schnell und einfach durchführbar. Um eine ausreichende Blutversorgung nachzuweisen, identifiziert der Chirurg die Grenzen der gesunden Darmsegmente, bevor die Klammernaht gesetzt wird, und ein weiteres Mal unmittelbar nach der Vervollständigung der Anastomose. Durch die Beleuchtung mit Nahinfrarot-Licht von ICG nach intravenöser Injektion kann gut durchblutetes Gewebe leicht von ischämischen Bereichen differenziert werden. Dadurch wird dem Chirurgen bestätigt, dass die Grenzen der Darmsegmente gut durchblutet sind. Falls dies nicht der Fall ist, kann er unmittelbar eingreifen und die Anastomose repositionieren.

Nach Angaben der WHO (World Health Organization) starben 2012 weltweit mehr als 694.000 Menschen an kolorektalem Krebs. Dies ist die dritthäufigste Krebsart. In den meisten Fällen sind Radikaloperationen der einzige Weg zur Heilung.

Eine erfolgreiche kolorektale Anastomose ist ein wichtiger Faktor im Heilungsprozess von Radikaloperationen. Die Durchblutung der anastomosierten Darmsegmente ist kritisch. Die Anastomose-Leckagerate (AL) für Kolik- und Rektalanastomosen beträgt 7,2%, während die Anastomosen-Leckagerate für die Rektalanastomose allein 8,8%1 beträgt. Dies führt zu einer Sterberate von 6 bis 22% und zu einer 56%-igen Erkrankungsrate im Vergleich zu Patienten ohne AL nach einer kolorektalen Anastomose2.

Die KARL STORZ Nahinfrarot (NIR/ICG)-Fluoreszenzangiographie ermöglicht die Abgrenzung von ischämischen Bereichen. Nach einer aktuellen Studie3 wurde die Anastomose-Leckagerate auf 0% reduziert, indem während der Operation die NIR/ICG-Bildgebung für die Beurteilung der Perfusion verwendet wurde.

1. Pommergaard HC, et al. Colorectal Dis. 2014.
2. Daams F, et al. World J Gastroenterol. 2013
3. Boni, L, et al. Surg. Endos, 2015.

Quelle: Prof. Boni, University of Insubria, Varese, Italien (Endoskopisches Bild)

Mit dem KARL STORZ Nahinfrarot (NIR/ICG)-System und dem Marker Indocyaningrün (ICG) ist es möglich, das gesamte Lymphsystem um den Tumor in Echtzeit nicht-radioaktiv zu visualisieren.

Das System bietet folgende Vorteile:

  • Nicht-radioaktive Lymphknoten-Detektionsmethode
  • Multidisziplinär verwendbar
  • Xenon-basierende Technologie (keine Laserschutzmaßnahmen erforderlich)
  • Intuitiver Wechsel zwischen Standard-Weißlicht und Fluoreszenzmodus per Fußschalter
  • Ärzte beschreiben folgende chirurgische Erfahrungen:
    Mit dem NIR/ICG-System ist eine Reduzierung der Radikalität der Lymphadenektomie und eine gleichzeitig erleichterte En-bloc-Resektion von Lymphknoten durch die visuelle Kontrolle möglich.

* Die (S)LN mittels intradermaler Gabe von Indocyaningrün ist bereits in Italien (Brustkrebs), Japan und Russland zugelassen. Bitte informieren Sie sich vorab über die Möglichkeit eines Off-label-Gebrauchs von ICG in Ihrem Krankenhaus / Land.

Quelle: Prof. Cardíere, Saint-Pierre-Universität, Brüssel, Belgien (Endoskopisches Bild)

In der Gynäkologie ist der Tumorbefall des Wächterlymphknotens (SLN) von enorm wichtiger Bedeutung, da dies medizinische Informationen bezüglich des Tumorstadiums liefert und somit als wichtiger Prognosefaktor gilt. In der Mammachirurgie ist die SLN-Detektion mittels radioaktivem Tracer 99mTc der Goldstandard. In anderen Bereichen der gynäkologischen Tumorchirurgie wird ihr Nutzen gegenüber der elektiven Lymphknotendissektion diskutiert. Die NIR-Bildgebung mit ICG kann hier als eine neue, nicht-radioaktive Bildgebungstechnik wertvolle Unterstützung leisten.1 Für die SLN beim Endometriumkarzinom ergaben sich bisher folgende Ergebnisse (radioaktiver Tracer 99mTc vs. ICG):

  Radioaktiver Tracer 99mTc ICG
Gesamte SLN-Detektionsrate Bilaterale SLN Gesamte SLN-Detektionsrate Bilaterale SLN
Studie 12  83 %  61 %  95,5 %  95,5 %

1 Papadia et al., Silverbroschüre, Sentinel-Lymphknotenmapping mit NIR/ICG-Fluoreszenzbildgebung bei malignen Tumoren in der Gynäkologie (ISBN 978-3-89756-931-7)
2 Imboden et al., Surg. Oncol. 2015

Quelle: Prof. Boni, University of Insubria, Varese, Italien (Endoskopisches Bild)

In vielen weiteren Fachgebieten findet die fluoreszenzgestützte Visualisierung des Lymphsystems mit dem NIR/ICG-System von KARL STORZ Anwendung. Folgende Beispiele sind bereits in der Literatur beschrieben:
Urologie 1,2:

  • Prostatakarzinom
  • Peniskarzinom

Allgemeinchirurgie 3,4:

  • Kolorektalkarzinom
  • Pankreaskarzinom
  • Magenkarzinom

1 Jeschke et al. 2012
2 Hruby et al. 2015
3 Boni et al. 2014
4 Boni et al., Silverbroschüre, NIR/ICG-Fluoreszenzbildgebung in der laparoskopischen Chirurgie (ISBN 978-3-89756-933-1)

Quelle: Dr. García Valdecasas, Hospital Clínic de Barcelona, Spanien

Auch für die Visualisierung des Lymphsystems im Bereich der offenen Chirurgie bietet KARL STORZ mit dem VITOM® II ICG Exoskop eine optimale Lösung an. Das VITOM® II ICG kann mit dem NIR/ICG-System verwendet werden.

  • Ermöglicht es, in unterschiedlichen Fachbereichen, beispielsweise in der Gynäkologie beim Mammakarzinom, auch offen-chirurgisch eine fluoreszenzgestützte Lymphknoten-Detektion durchzuführen
  • Möglichkeit der Integration des Exoskops durch einen Haltearm in den Arbeitsbereich des Chirurgen
  • Für ein optimales Ergebnis kann zusätzlich der Visualisierungsmodus SPECTRA A eingeschaltet werden, um eine Kontrastanhebung zu erreichen
Quelle: Dr. Niclas Kvarnström, Sahlgrenska Universitätskrankenhaus, Göteborg (Applikationsbild)
Quelle: Dr. Niclas Kvarnström, Sahlgrenska Universitätskrankenhaus, Göteborg (Applikationsbild)

Mittels Indocyaningrün (ICG) können durch Beleuchtung von Licht im nahen Infrarot (NIR) anatomische Strukturen wie beispielsweise die Gallengänge, das lymphatische System und die Blutgefäße verbessert dargestellt werden. Als eine vielseitige Applikation stellt sich der Einsatz des IMAGE1 S NIR-Systems in der Leberchirurgie dar. Es lassen sich mögliche Lebermetastasen, primäre Lebertumore sowie Gallenleckagen diagnostizieren oder auch eine fluoreszenzgestützte Lebersegmentektomie durchführen.

Das System bietet folgende Vorteile:

  • Multidisziplinäre Verwendung, sowohl endoskopisch als auch offenchirurgisch
  • Laparoskope mit 10 mm Durchmesser und jetzt neu auch mit 5 mm Durchmesser erhältlich

  • Xenon-basierende Technologie (keine Laserschutzmaßnahmen erforderlich)
  • Intuitiver Wechsel zwischen Standard-Weißlicht und Fluoreszenzmodus per Fußschalter
Quelle: Dr. Takeaki Ishizawa, Universität Tokio, Japan (Applikationsbild)
Quelle: Dr. Takeaki Ishizawa, Universität Tokio, Japan (Applikationsbild)

Primäre Lebertumore sind weltweit die sechsthäufigste Krebsart. Metastasen in der Leber sind sogar 20-mal häufiger als primäre Lebertumore.1 Für die Leberchirurgie hat das NIR/ICG-System folgende Vorteile:

  • ICG in Verbindung mit Licht im nahen Infrarot ermöglicht die intraoperative Visualisierung von Metastasen und Karzinomen der Leber auf bzw. unterhalb der Gewebeoberfläche2
  • Diagnostik von kleinen Metastasen bis in den Millimeter-Bereich möglich3
  • Erleichterte Festlegung der Resektionsgrenzen möglich4

1 Krebsraten in Deutschland 2011/2012 (10.), Robert-Koch-Institut, Berlin
2 Bis zu einem Zentimeter in Abhängigkeit von der Gewebezusammensetzung
3 Tummers et al., First experience on laparoscopic near-infrared fluorescence imaging of hepatic uveal melanoma metastases using indocyanine green, 2014
4 Boni et al., Doctor-to-Doctor Manual ENDO-PRESS®, NIR/ICG-Fluoreszenzbildgebung in der laparoskopischen Chirurgie (ISBN 978-3-89756-933-1)

Quelle: Dr. Niclas Kvarnström, Sahlgrenska Universitätskrankenhaus, Göteborg
Quelle: Dr. Niclas Kvarnström, Sahlgrenska Universitätskrankenhaus, Göteborg

Eine weitere mögliche Anwendung in der Leberchirurgie ist die Unterstützung bei der laparoskopischen und offen-chirurgischen Lebersegmentektomie durch eine selektive Gabe von ICG in das versorgende Gefäß. Die Leberteilresektion setzt eine sichere Kenntnis des vorhandenen Gefäßverlaufs und der Grenzen der einzelnen Segmente unter Beachtung der Vielfalt der anatomischen Varianten der Blutgefäße voraus:

  • Der Tumor wird intraoperativ mithilfe von CT, MRT und Ultraschall lokalisiert
  • ICG wird in das versorgende Gefäß des Segments injiziert
  • Das betroffene Segment kann durch die Fluoreszenz somit leicht von angrenzenden, nicht-fluoreszierenden Segmenten differenziert werden

Die Fluoreszenz von ICG kann darüber hinaus helfen, Leckagen der Gallenwege nach einer Lebersegmentektomie oder Lebertransplantation zu entdecken.

Quelle: Dr. Takeaki Ishizawa, Universität Tokio, Japan
Quelle: Dr. Takeaki Ishizawa, Universität Tokio, Japan

Für die offene Leberchirurgie bietet KARL STORZ mit dem VITOM® II ICG Exoskop eine optimale Lösung an. Das VITOM® II ICG kann ohne großen Aufwand mit dem IMAGE1 S NIR-System für die Laparoskopie verwendet werden.

  • Ermöglicht offen-chirurgisch sowohl eine fluoreszenzgestützte Diagnose von Lebermetastasen und Leberkarzinomen als auch eine Visualisierung von Lebersegmenten und Gallenleckagen
  • Es besteht die Möglichkeit, mithilfe eines Haltearms das VITOM® in den Arbeitsbereich des Chirurgen zu integrieren
  • Für ein optimales Fluoreszenzergebnis kann zusätzlich der Visualisierungsmodus SPECTRA A eingeschaltet werden. Dabei kommt es zu einer Farbtonverschiebung im Bild

Photodynamische Diagnostik (PDD)

Besondere Merkmale:

  • Komplettes PDD-System von der Diagnose über die Therapie bis hin zur Nachsorge
  • Ausgezeichnete Bildqualität beim flexiblen und starren System sowohl im Weißlicht- als auch im PDD-Modus
  • Kosteneffizienz durch Komponenten-Kompatibilität und kundenorientierte Lösungen
  • Anwendersicherheit durch das PDD-QAT

Mit Blaulicht und speziell abgestimmten Endoskopen lässt sich bei der Untersuchung visualisieren, was unter herkömmlichem Licht nicht sichtbar ist.

Die Photodynamische Diagnostik (PDD) grenzt schon frühe maligne Veränderungen gegenüber gesundem Gewebe erkennbar ab. Dazu wird Licht eines speziellen Spektralbereiches über ein nahezu verlustfreies Lichtleitersystem endoskopisch in den Körper geleitet.

Das Kernstück der PDD-Einheit ist die D-LIGHT C-Lichtquelle. Im Fluoreszenzmodus kann nach Instillation einer Tumormarkersubstanz malignes von benignem Gewebe differenziert werden: So fluoreszieren tumoröse Areale in der Harnblase unter dem Anregungslicht des D-LIGHT C-Systems in roter Farbe. Flache neoplastische Läsionen, wie Dysplasien und Carcinoma in situ, die sich in der normalen oder unspezifisch entzündlich veränderten Schleimhaut verbergen können, lassen sich so leichter erkennen, ebenso kleine papilläre Tumore. Mit reinem Weißlicht ist eine derartig differenzierte Darstellung nicht zu erreichen, und es besteht die Gefahr, solche frühen Befunde zu übersehen.

Bereits 1995 hat KARL STORZ das erste System zur Photodynamischen Diagnose auf den Markt gebracht. Ein System besteht aus genau aufeinander abgestimmten Komponenten: der Hochleistungslichtquelle D-LIGHT C, speziellen Optiken und einer besonders lichtempfindlichen Endoskopiekamera. PDD ist auf den Einsatz von geeigneten und zugelassenen Markersubstanzen angewiesen.

Autofluoreszenz (AF)

Besondere Merkmale:

  • Exzellente Bildqualität in beiden Untersuchungsmodi – durch moderne CCD-Videochiptechnologie und integrierte Auto-Fokus-Funktion
  • Optimale und bewegungstreue Gleiteigenschaft der distalen Spitze - durch robuste Fertigung des Einführschaftes unter Verwendung hochwertiger Materialien
  • Präzises und anwenderfreundliches Arbeiten während des Eingriffs - durch das ergonomische Design des Handgriffs sowie das besonders leichte Gesamtgewicht
  • Schneller Wechsel zwischen Weißlicht- und Autofluoreszenzmodus - durch komfortable Betätigung der Funktionstasten

Das Autofluoreszenz-Verfahren (AF) macht schon frühe maligne Veränderungen gegenüber benignem Gewebe sichtbar. Das Autofluoreszenz-Verfahren gründet auf der Tatsache, dass sich in der Submukosa Substanzen befinden, die durch Licht einer bestimmten Wellenlänge zur Fluoreszenz angeregt werden. Pathologische Befunde stellen sich als dunkle Stellen vor einem apfelgrünen Hintergrund (Normalgewebe) dar.

Mit Blaulicht und speziell abgestimmten Endoskopen lässt sich bei der Untersuchung visualisieren, was unter herkömmlichem Licht nicht sichtbar ist. Dazu wird Licht eines speziellen Spektralbereiches über ein nahezu verlustfreies Lichtleitersystem endoskopisch in den Körper geleitet. Der große Vorteil dieses Systems besteht darin, dass keine Markersubstanzen erforderlich sind. Eines der Anwendungsgebiete ist die Frühdiagnose des Bronchialkarzinoms.

Das Kernstück der AF-Einheit von KARL STORZ ist die Lichtquelle D-LIGHT C/AF. Im Fluoreszenzmodus kann malignes von benignem Gewebe differenziert werden.
Die Anwendungsbereiche der AF sind die HNO, die Bronchoskopie, die Laparoskopie sowie gynäkologische Indikationen.