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Forschungsminister Frankenberg und Photonics besuchen KARL STORZ

05.11.2010 | Unternehmen

Die Vereinigung Photonics Baden-Württemberg e.V. – das führende Kompetenznetzwerk im Bereich der Optischen Technologien – nahm am 03.11.2010 die Einladung von KARL STORZ Endoskope wahr, die Photonics Mitgliederversammlung in den Räumen des KARL STORZ Schulungs- und Besucherzentrums durchzuführen.

Die Photonics Mitgliederversammlung fiel in diesem Jahr auch mit dem 10-jährigen Bestehen des Netzwerkes zusammen und somit erwartete die Gäste ein inhaltlich hochkarätiges Programm.

Neben Mitgliedern und Gästen von Photonics war es der Geschäftsführung von KARL STORZ, Dr. Sybill Storz sowie Karl-Christian Storz, eine besonders große Freude Forschungsminister Professor Peter Frankenberg als Festredner sowie Landrat Guido Wolf und Oberbürgermeister Michael Beck anlässlich dieser Feierlichkeit im Hause KARL STORZ begrüßen zu dürfen.

Die Besucher erhielten Einblick in wichtige Bereiche des KARL STORZ Portfolios, so wurde einerseits eine Live-Übertragung in einen Berliner Operationssaal demonstriert und andererseits wurde das neue KARL STORZ Besucherzentrum vorgestellt. Diese Präsentationsplattform konnte eindrücklich veranschaulichen, dass das Unternehmen KARL STORZ nicht nur klassischer Endoskophersteller ist, sondern umfassende Systeme und Prozessketten rund um den Operationssaal beherrscht und diese anhand von Kundenwünschen modular anbieten kann. Abgerundet wurde dieses Programm durch einen Fachvortrag zum Thema NOTES (Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery), in dem KARL STORZ exemplarisch die wirkungsvolle Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und klinischen Partnern am Beispiel dieser neuen Operationsmethode veranschaulichte.

In den einleitenden Begrüßungsworten illustrierte Frau Dr. Sybill Storz welch Wandel und Fortschritt im Technologiefeld „Optik“ stattgefunden hat und wie dies auch an der eigenen Firmengeschichte gezeigt werden kann. In das Jahr 1956 fällt beispielsweise die Erfindung des Extrakorporalen Elektronenblitzes – ein Gerät, das ein Meilenstein für die damalige endoskopische Fotografie darstellte. Heute, fünf Jahrzehnte später, ist das KARL STORZ Portfolio so weit fortgeschritten, dass man sich mit Themen der „Molekularen Bildgebung“ befasst. Dieses zukunftsfähige Feld baut wiederum zentral auf optischen Technologien auf, die der Erkennung zellulärer Strukturen bzw. deren pathologischen Veränderung dienen. Als Anwendungsgebiete in der Endoskopie nannte Frau Dr. Sybill Storz beispielweise die verbesserte Krebsfrüherkennung als eines von vielen Einsatzgebieten.

Herr Dr. Markus Weber bot in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender Photonics Baden-Württemberg e.V. einen beeindruckenden Rückblick, was seit der Gründung der Vereinigung im Jahr 2000 realisiert werden konnte. Im Fokus stand und stehe immer noch die bestmögliche Verzahnung von Wissenschaft und Industrie. Mit Blick auf die Zukunft verstehe sich die Branche der Optischen Technologien als Querschnittstechnologie, die ihren Beitrag zu diversen Leitbranchen wie Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Medizin, Energieversorgung sowie Informations- und Kommunikationstechnologien leisten könne. Photonics BW sieht sich hierbei in der wichtigen Funktion als innovationsfördernde Plattform diesen zukunftsschaffenden Prozess zu begleiten.

Inhaltlicher Höhepunkt des Nachmittags stellte die Festrede von Forschungsminister Professor Frankenberg dar. Das 21. Jahrhundert bezeichnete Prof. Frankenberg technologisch als „Jahrhundert des Lichts“ und belegte dies durch verschiedene optische Technologien die als Schlüsselkompetenz in die Zukunft führen oder führten. Er legte die Zukunftsfähigkeit dieses Forschungs- und Anwendungsbereichs dar, verwies dabei auch generell auf die Wichtigkeit von universitärer und außeruniversitärer Grundlagenforschung. Besonders stellte Minister Frankenberg das große Potential Baden-Württembergs heraus. Baden-Württemberg investiere gemessen am Bruttosozialprodukt mit 4% im bundesdeutschen Vergleich mit Abstand am meisten Geld in den Bereich Forschung und Entwicklung. Als gelungenes Beispiel für Kompetenz und Zukunftssicherung führte Minister Frankeberg auch explizit die Etablierung des Hochschulcampus am Standort Tuttlingen an. Diese Einrichtung habe nur durch die beispiellose Anstrengung von 150 Unternehmen sowie Landkreis und Stadt entstehen können. Neben einem Rückblick in die Technologiegeschichte des 20. Jahrhunderts fokussierte Minister Frankenberg auf die heutigen Errungenschaften und die zukünftigen Herausforderungen, beispielhaft führte er das wichtige Bemühung an, dass Deutschland aktiv um die klügsten Köpfe konkurrieren müsse, um diese im eigenen Land zu halten.