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Ehrendoktorwürde für Sybill Storz

28.04.2006 | Unternehmen

Freude über die Ehrendoktorwürde: Oberbürgermeister Michael Beck, Dr. h. c. Sybill Storz und Professor Diethelm Wallwiener (von links)

TÜBINGEN/TUTTLINGEN (pm/mö) – Mit dem Ehrendoktor der Medizin hat die Eberhard-Karls-Universität Tübingen am Donnerstag Sybill Storz ausgezeichnet. Die Geschäftsführerin der KARL STORZ GmbH & Co. KG unterstützt seit Jahren die Forschung im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie. Damit würdigt die Universität die Verdienste der Tuttlingerin für den medizinischen Fortschritt.

Zu den ersten Gratulanten gehörte OB Michael Beck. „Tuttlingen und Tübingen - diese Namen stehen für eine enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft“, erklärte Professor Claus D. Claussen, Dekan der Medizinischen Fakultät. Und Professor Diethelm Wallwiener sprach die Laudatio auf eine Frau, die diese enge Verbindung besonders verkörpert: Sybill Storz, seit 1996 Geschäftsführerin der KARL STORZ GmbH und Ehrengeschenkträgerin der Stadt Tuttlingen.

Diese herausragende Anerkennung für Sybill Storz sei ein weiterer Höhepunkt in der langjährigen Zusammenarbeit des Medizintechnik-Unternehmens Storz mit dem Universitätsklinikum Tübingen, teilte die Universität mit. Die überaus wichtige und notwendige Zusammenarbeit zwischen Produzent und medizinischen Anwendern werde bei Storz seit den Anfängen des Unternehmens im Jahre 1945 kontinuierlich und mit besonderem Engagement unterhalten.

In seiner Laudatio auf Sybill Storz bezeichnete Professor Diethelm Wallwiener den Siegeszug der minimalinvasiven Chirurgie als „Paradigmenwechsel der Chirurgie und besonders der Gynäkologie“. Ohne Sybill Storz und ihr Engagement für die Forschung wäre dieser Wandel aber nicht möglich gewesen. Denn ihre Unternehmensphilosophie zeichne sich dadurch aus, dass Storz die Instrumente nicht nur produziere, sondern überdurchschnittlich in Forschung und auch Ausbildung investiere. Abgesehen davon stehe Storz der Uni auch regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite: „Sie haben zu wichtigen Entwicklungen beigetragen – und auch von Irrwegen abgeraten.“

Darüber hinaus würdigte Wallwiener die wirtschaftlichen und sozialen Verdienste von Sybill Storz: Sie habe dafür gesorgt, dass die KARL STORZ GmbH ein Global Player wurde - der sich von anderen dadurch abhebe, dass ein Großteil der Arbeitsplätze weiter in Deutschland sei. Außerdem hob er das Engagement der Unternehmerin in der Dritten Welt – unter anderem in Form eines gemeinsam mit der UNO-Universität organisierten Frauenhilfsprojekts in Indien – hervor. Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen KARL STORZ und der Universität Tübingen sind im Bereich der medizintechnischen Produktentwicklung und der Unterstützung von Schulung und Training zu finden. KARL STORZ ist es hierbei wichtig, dass die Vermittlung medizinischer Inhalte ausschließlich durch den Mediziner selbst erfolgt.

Quelle: 28.04.2006 Gränzbote